3:30? Na ja, fast!

Lesedauer: ca. 2 Minuten, 34 Sekunden

Drei Minuten und dreißig Sekunden. Diese für „Otto Normalkomponist“ quasi unüberwindliche Schallmauer steht in Stein gemeißelt für alle Produktionen, die wenigstens den Hauch einer Chance haben wollen, im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gespielt zu werden. Also heißt es für uns Künstler, möglichst innerhalb von 210 Sekunden zur Sache zu kommen, oder dein Song wird gnadenlos ausgeblendet. Wenn er denn überhaupt erst auf einer Playlist landet. Aber nicht mit mir, liebe Leute. Ich muss nämlich nicht mehr unbedingt auf irgendeine Playlist. Und so habe ich in den vergangenen Wochen einen Titel verbbrochen, der diese Schallmauer, nun, sagen wir mal „ein klein wenig“ hinter sich lässt.

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… schon wieder Cowboys?

Lesedauer: ca. 2 Minuten, 46 Sekunden

Kürzlich gab jemand in meinem Bekanntenkreis eine wirklich gute Weisheit von sich: „In der Jugend machst du Rock ’n‘ Roll, im Alter machst du Country!“ Zumindest in meinem Fall kann ich das bestätigen, wenngleich ich mich auch heute noch in ersterem Genre oft und gerne austobe. Aber es scheint zu stimmen. Je älter ich werde, desto mehr zieht es mich in diese Richtung. Einmal mehr habe ich am Wochenende einen Titel „verbrochen“, der schon sehr Country-lastig ist. Oder genauer gesagt Country-Pop-lastig. Crossover nennt man soetwas wohl 😆

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Liedermacherei

Lesedauer: ca. 3 Minuten, 14 Sekunden

Ich bin, so möchte ich es mal sagen, musikalisch sehr vielschichtig geprägt, dies hatte ich ja auch schon das eine oder andere mal erwähnt. Besonders aber die Verbindung von Sprache und Musik hat mich immer begeistert, denn nichts kann deinen Gegenüber tiefer erreichen, als ein Song, der die Message des Textes auf die Art tansportiert, die ihm schlichtweg gebührt. Oder anders gesagt: Text gut: Toll, Musik gut: noch besser. Aber wenn beides perfekt miteinander harmoniert, entsteht etwas, mit dem jeder auf seine eigene Weise umgehen kann. Und vor allem: Will! Ich kann beim besten Willen nicht sagen, was mir persönlich denn nun wichtiger ist, die Melodie oder der Text. Was ich aber ganz klar sagen kann, ist eins: Ein klitzekleines bißchen geistige Tiefe darf der Songtext dann schon gerne haben. Und so waren es vor allem die Liedermacher, die mich von Anfang an sehr beeinflusst haben. Aber beileibe nicht nur die …

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Alte Kamellen

Lesedauer: ca. 1 Minute, 56 Sekunden

Manche Dinge brauchen ein wenig, bis sie so weit gediehen sind, dass man sich damit auch an die Öffentlichkeit trauen kann, ohne sich zu schämen. Eine der Gründe, warum ich damit angefangen habe, diesen Blog zu starten, war auf alle Fälle dieser: Einmal ganz in Ruhe altes Material sichten und vielleicht auch den Menschen irgendetwas davon zu Gehör zu bringen, ohne dabei selbst unter Druck zu geraten. Ist ja schließlich nur ein Hobby, wenn auch ein sehr geiles. Und was man da nicht so alles findet, wenn man nur tief genug gräbt …

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Forever and beyond

Lesedauer: ca. 5 Minuten, 31 Sekunden

Nicht immer ist Vergangenheit wirklich vergangen. Sicher, die Zeitspanne als solches ist es unbestritten. Aber der Mensch ist ein komisches Wesen – und so neigt er dazu, die Vergangenheit zu verklären und sich so bei der Verarbeitung derselben unaufhörlich selbst im Weg zu stehen. Und wenn dann auch noch mehr oder weniger große Gefühle im Spiel sind, wird gerne mal solange an der Beleuchtung geschraubt, bis am Ende ein Film dabei herauskommt, in dem die eigene Rolle darin tatsächlich noch zur Hauptrolle taugt. Weichzeichner und Sepia-Tönung inklusive. Und diesen Film kann man sich in seinem Kopfkino schlussendlich auch beruhigt anschauen, ohne bei jedem Schnitt vor lauter Grausen den Kopf abwenden zu müssen. War doch alles gar nicht so schlimm damals. Also schaut man sich den Film noch einmal an. Und nochmal. Und dann immer und immer wieder.

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Zweischneidige Schwerter

Lesedauer: ca. 5 Minuten, 5 Sekunden

Es gibt da diesen alten Spruch, der besagt, dass man Verwandschaft hat, wohingegen man sich Freunde aussuchen darf. Darin steckt viel Weisheit. Nehmen wir meinen Vater zum Beispiel. Er hat sich sicher nicht ausgesucht, dass er schon sehr jung zu ebendiesem wurde. Kein Wunder, dass wir beide eine sagen wir mal eher ambivalente Beziehung hatten. Auf keinen Fall eine ganz normale Vater-Sohn-Beziehung, soweit ich das beurteilen kann. Aber was ist schon normal in meinem Leben? Drehen wir also das Rad der Zeit ein wenig zurück und beginnen da, wo alles anfing: Auf einer Bühne.

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Jungs mit großen Hüten

Lesedauer: ca. 1 Minute, 31 Sekunden

Mein persönlicher Musikgeschmack ist gelinde gesagt sehr breit gefächert. Jede Musikrichtung hält für mich irgendetwas ganz besonderes bereit, immer finde ich irgendwo etwas, an dem entweder mein Verstand oder mein Herz hängenbleiben. Das kann ganz trivialer Schlager genauso sein wie knackige Rockmusik, Klassik ebenso wie Reggae, kurzum, ich hatte immer großen Spaß an handgemachter Musik. Allen voran aber begeisterten mich  immer die Songs, die diese kleinen Geschichten erzählten und mich nicht selten im hintersten Winkel der Seele berührten. Kein Wunder also, dass ich irgendwann amerikanische Country-Music für mich entdeckte.

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Schlager? Warum nicht?

Lesedauer: ca. 2 Minuten, 24 Sekunden

Ganz schön ruhig geworden hier, oder? Aber keine Sorge, da geht noch was. Nachdem ich in den letzten Wochen eine Männergrippe epischen Ausmaßes auskuriert habe, in der es mir tatsächlich schlichtweg nicht möglich war, auch nur eine einzige Zeile einzusingen, wird es mal wieder höchste Zeit für ein kleines Lebenszeichen, natürlich nicht nur verbaler Natur. Und wie man schon deutlich an der Überschrift merkt, geht es diesmal nicht unbedingt um „großes Kulturgut“, sondern eher um, nun, sagen wir mal „Gebrauchsmucke“. Wie so oft gibt es aber auch dafür einen guten Grund.

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Die Sache mit der Liebe

Lesedauer: ca. 3 Minuten, 21 Sekunden

Das mit der Liebe ist schon eine sehr merkwürdige Angelegenheit. Wenn man unbedingt nach ihr sucht, findet man sie in der Regel nicht. Und wenn man sie dann irgendwann einmal absolut nicht gebrauchen kann, schlägt sie wie eine Bombe in dein Leben.
„Liebe wird häufig als eine auf den freien Willen gegründete Beziehung zwischen zwei Personen gesehen, die ihren Wert nicht im Besitz des adressierten Objekts findet, sondern sich im dialogischen Raum zwischen den Liebenden entfaltet. Die Liebenden erkennen einander in ihrer Existenz wechselseitig an und fördern sich „zueinander strebend“ gegenseitig.“, so definiert Wikipedia diesen Zustand kompletter geistiger Umnachtung. Wie sagte meine Großmutter doch früher so treffend? „Geschissen, mein Herzchen!“ So selbstlos, so idealistisch wie auf Wikipedia oder in Rosamunde-Pilcher-Filmen ist Liebe im wirklichen Leben nämlich nur in den seltensten Fällen. Ich jedenfalls hatte irgendwann gegen Ende der 80er gehörig die Schnauze voll von dieser Herumkasperei.

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Zwei Edelsteine

Lesedauer: ca. 2 Minuten, 21 Sekunden

Als ich geheiratet habe, bekam ich nicht nur eine Ehefrau, sondern gleich eine komplette neue Familie, denn meine Frau brachte gleich zwei Töchter mit in die Ehe. Gerade für mich, der ich aus sagen wir mal eher schwierigen Verhältnissen stamme, war das eine massive Umstellung. Heraus aus dem Single-Leben, heraus aus meiner Männerhöhle, hinein in eine komplett neue Rolle. Immerhin: Die beiden Mädchen waren mehr oder weniger „aus dem Gröbsten heraus“, wie es der Volksmund so treffend sagt, denn meine zwei Grazien waren ja schon Teenager, zwölf und fünfzehn Jahre alt. Und mindestens einer von Ihnen, wahrscheinlich sogar beiden, war ich unerhört peinlich, besonders natürlich immer dann, wenn ich mal wieder auf irgendeiner Bühne den Schlagersänger zum Besten gab. Einen Vater brauchten die beiden auch nicht mehr unbedingt, sie hatten ja schon einen, einen netten noch dazu, mit dem ich zumindest schon mal Bier trinken und über Autos quatschen konnte. Soviel Glück hat beileibe nicht jeder Second-Hand-Ehemann. Also beschränkte ich mich darauf, für sie da zu sein, wenn sie es so wollten, und ihnen ansonsten dabei zuzusehen, wie aus diesen beiden Teenagern zwei großartige junge Damen wurden. Und war ganz und gar nicht unglücklich darüber, wie sehr sie mir dabei ans Herz wuchsen.

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