Zeit ist relativ

Lesedauer: ca. 2 Minuten, 24 Sekunden

Ich mag Wochenenden. An Wochenenden kann ich mich mit den Dingen beschäftigen, die ich mag, komme aber auch dazu, die Dinge zu erledigen, die unter der Woche oft liegen bleiben. Zumeist eher profane Dinge, wie z.B. Wäsche waschen oder einkaufen. Wochenenden sind aber auch die perfekte Gelegenheit, mit Freunden ein Bier trinken zu gehen oder einfach mal etwas länger zu schlafen. Doch wie es scheint, kann man anhand von Wochenenden auch ganz prima Einsteins Relativitätstheorie beweisen. Oder noch genauer: Die Relativität der Gleichzeitigkeit. Laut Herrn Einstein nämlich gibt es soetwas wie Gleichzeitigkeit gar nicht, sondern Zeit wird von verschiedenen Betrachtern eine Zeitraums unterschiedlich wahrgenommen. Hierzu soll einmal Einstein selbst zu Wort kommen. Ganz bildlich erklärte er die Relativität der Gleichzeitigkeit nämlich so: „Wenn man zwei Stunden lang mit einem Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. Das ist Relativität.“ Zitat ende. Das erklärt vermutlich auch, warum sich die Woche nicht selten träge hinzieht, während ein freies Wochenende quasi wie im Flug vergeht.  Ich kann anhand des Wochenendes übrigens noch einen weiteren Unterschied ganz gut erklären, nämlich den zwischen „relativ“ und „absolut“: Während meine Wochenenden nämlich fast immer relativ gut sind, sind die darauf folgendenen Montage genauso regelmäßig absolut scheiße.

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Nix für Feiglinge

Lesedauer: ca. 3 Minuten, 39 Sekunden

Irgendwo habe ich einmal einen ganz interessanten Satz gelesen. Er lautete in etwa: „Mit 30 ist deine Jugend definitiv vorbei. Eigentlich ist deine Jugend schon mit 20 vorbei, aber mit 30 hörst du endgültig auf, dir etwas vorzumachen“. Leider ist mir nicht mehr geläufig, von wem dieser Satz stammte, ich mochte jedenfalls immer den feinen Zynismus, der in diesen paar Worten steckt. Aber die Jahre gingen ins Land – und je älter ich werde, desto klarer wird mir: Nix ist mit aufhören, sich etwas vor zu machen. Zack, wird man 50, ohne es eigentlich richtig bemerkt zu haben. Und man kann noch ganz genau fühlen, wie es war, damals. Als man noch jung war. Und dumm. Aber immerhin: jung!

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Veränderungen

Lesedauer: ca. 3 Minuten, 6 Sekunden

Im Jahr 1883 veröffentlichte der Deutsche Schriftsteller Theodor Fontane einen Roman mit dem Titel „Graf Petöfy“. In diesem Roman erzählt Fontane die Geschichte der Beziehung zwischen einem alten katholischen Grafen aus Ungarn und einer jungen protestantischen Schauspielerin. Selbstredend eine Bürgerliche, sonst wäre es ja kaum erwähnenswert. Und natürlich geht diese Beziehung irgendwann gehörig den Bach herunter, ein Schicksal, das leider vielen Beziehungen zu Eigen ist.

Doch um diese Beiden geht es in diesem Beitrag nicht, vielmehr möchte ich einen einzigen Satz aus diesem Roman nennen, der wie die viel zitierte Faust auf’s Auge in diese Einleitung passt: „Wir kennen uns nie ganz, und über Nacht sind wir andere geworden, schlechter oder besser.“ Und nicht nur der regelmäßige Leser meines kleinen Blogs ahnt es sicher schon: Es ist mal wieder einiges passiert in den letzten Monaten.

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3:30? Na ja, fast!

Lesedauer: ca. 2 Minuten, 34 Sekunden

Drei Minuten und dreißig Sekunden. Diese für „Otto Normalkomponist“ quasi unüberwindliche Schallmauer steht in Stein gemeißelt für alle Produktionen, die wenigstens den Hauch einer Chance haben wollen, im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gespielt zu werden. Also heißt es für uns Künstler, möglichst innerhalb von 210 Sekunden zur Sache zu kommen, oder dein Song wird gnadenlos ausgeblendet. Wenn er denn überhaupt erst auf einer Playlist landet. Aber nicht mit mir, liebe Leute. Ich muss nämlich nicht mehr unbedingt auf irgendeine Playlist. Und so habe ich in den vergangenen Wochen einen Titel verbbrochen, der diese Schallmauer, nun, sagen wir mal „ein klein wenig“ hinter sich lässt.

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… schon wieder Cowboys?

Lesedauer: ca. 2 Minuten, 46 Sekunden

Kürzlich gab jemand in meinem Bekanntenkreis eine wirklich gute Weisheit von sich: „In der Jugend machst du Rock ’n‘ Roll, im Alter machst du Country!“ Zumindest in meinem Fall kann ich das bestätigen, wenngleich ich mich auch heute noch in ersterem Genre oft und gerne austobe. Aber es scheint zu stimmen. Je älter ich werde, desto mehr zieht es mich in diese Richtung. Einmal mehr habe ich am Wochenende einen Titel „verbrochen“, der schon sehr Country-lastig ist. Oder genauer gesagt Country-Pop-lastig. Crossover nennt man soetwas wohl 😆

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Liedermacherei

Lesedauer: ca. 3 Minuten, 14 Sekunden

Ich bin, so möchte ich es mal sagen, musikalisch sehr vielschichtig geprägt, dies hatte ich ja auch schon das eine oder andere mal erwähnt. Besonders aber die Verbindung von Sprache und Musik hat mich immer begeistert, denn nichts kann deinen Gegenüber tiefer erreichen, als ein Song, der die Message des Textes auf die Art tansportiert, die ihm schlichtweg gebührt. Oder anders gesagt: Text gut: Toll, Musik gut: noch besser. Aber wenn beides perfekt miteinander harmoniert, entsteht etwas, mit dem jeder auf seine eigene Weise umgehen kann. Und vor allem: Will! Ich kann beim besten Willen nicht sagen, was mir persönlich denn nun wichtiger ist, die Melodie oder der Text. Was ich aber ganz klar sagen kann, ist eins: Ein klitzekleines bißchen geistige Tiefe darf der Songtext dann schon gerne haben. Und so waren es vor allem die Liedermacher, die mich von Anfang an sehr beeinflusst haben. Aber beileibe nicht nur die …

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Alte Kamellen

Lesedauer: ca. 1 Minute, 56 Sekunden

Manche Dinge brauchen ein wenig, bis sie so weit gediehen sind, dass man sich damit auch an die Öffentlichkeit trauen kann, ohne sich zu schämen. Eine der Gründe, warum ich damit angefangen habe, diesen Blog zu starten, war auf alle Fälle dieser: Einmal ganz in Ruhe altes Material sichten und vielleicht auch den Menschen irgendetwas davon zu Gehör zu bringen, ohne dabei selbst unter Druck zu geraten. Ist ja schließlich nur ein Hobby, wenn auch ein sehr geiles. Und was man da nicht so alles findet, wenn man nur tief genug gräbt …

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Forever and beyond

Lesedauer: ca. 5 Minuten, 31 Sekunden

Nicht immer ist Vergangenheit wirklich vergangen. Sicher, die Zeitspanne als solches ist es unbestritten. Aber der Mensch ist ein komisches Wesen – und so neigt er dazu, die Vergangenheit zu verklären und sich so bei der Verarbeitung derselben unaufhörlich selbst im Weg zu stehen. Und wenn dann auch noch mehr oder weniger große Gefühle im Spiel sind, wird gerne mal solange an der Beleuchtung geschraubt, bis am Ende ein Film dabei herauskommt, in dem die eigene Rolle darin tatsächlich noch zur Hauptrolle taugt. Weichzeichner und Sepia-Tönung inklusive. Und diesen Film kann man sich in seinem Kopfkino schlussendlich auch beruhigt anschauen, ohne bei jedem Schnitt vor lauter Grausen den Kopf abwenden zu müssen. War doch alles gar nicht so schlimm damals. Also schaut man sich den Film noch einmal an. Und nochmal. Und dann immer und immer wieder.

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Zweischneidige Schwerter

Lesedauer: ca. 5 Minuten, 5 Sekunden

Es gibt da diesen alten Spruch, der besagt, dass man Verwandschaft hat, wohingegen man sich Freunde aussuchen darf. Darin steckt viel Weisheit. Nehmen wir meinen Vater zum Beispiel. Er hat sich sicher nicht ausgesucht, dass er schon sehr jung zu ebendiesem wurde. Kein Wunder, dass wir beide eine sagen wir mal eher ambivalente Beziehung hatten. Auf keinen Fall eine ganz normale Vater-Sohn-Beziehung, soweit ich das beurteilen kann. Aber was ist schon normal in meinem Leben? Drehen wir also das Rad der Zeit ein wenig zurück und beginnen da, wo alles anfing: Auf einer Bühne.

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Jungs mit großen Hüten

Lesedauer: ca. 1 Minute, 31 Sekunden

Mein persönlicher Musikgeschmack ist gelinde gesagt sehr breit gefächert. Jede Musikrichtung hält für mich irgendetwas ganz besonderes bereit, immer finde ich irgendwo etwas, an dem entweder mein Verstand oder mein Herz hängenbleiben. Das kann ganz trivialer Schlager genauso sein wie knackige Rockmusik, Klassik ebenso wie Reggae, kurzum, ich hatte immer großen Spaß an handgemachter Musik. Allen voran aber begeisterten mich  immer die Songs, die diese kleinen Geschichten erzählten und mich nicht selten im hintersten Winkel der Seele berührten. Kein Wunder also, dass ich irgendwann amerikanische Country-Music für mich entdeckte.

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